Mesopotamien und Naher Osten

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B

Babylon: Hauptstadt des babylonischen Reiches; in sumerischer Zeit politisch unbedeutend; Aufstieg unter König Hammurapi; Ende der Blütezeit der Stadt kam als die Perser das Reich eroberten; Alexander der Große machte Babylon zu seiner Residenzstadt und starb auch dort; während der Periode der Diadochen wurde Babylon wieder unbedeutender.

D

Dareios III.: persischer Großkönig (336-330 v. Chr.); aus der Familie der Achaimeniden; kam nach der Ermordung von Artaxerxes III. auf den Thron; übernahm nach dem Tod seines Feldherrn Memnon selbst den Oberbefehl über die Armee gegen Alexander; floh nach der Niederlage bei Gaugamela; wurde von verraten und ermordet; Alexander ließ ihn ehrenvoll bestatten.

E

Enlil: oberster Gott der Sumerer und Schöpfergottheit bei den Sumerern; trennte Himmel und Erde voneinander; hatte viele Kinder von Göttinnen wie den Ackerbaugott Ninurta, den Mondgott Nanna sowie die Bewässerungsgottheit Enbilulu; Herrschaft Enlils wird des öfteren bedroht z.B. durch den Anzu-Vogel; vernichtet die Menschheit mit einer Sintflut, weil sie ihm zu laut sind; Zentrum der Verehrung Enlils war in der Stadt Nippur.

G

Gilgamesch (oder auch Gilgameš): myth. König der sumerischen Stadt Uruk; das Gilgamesch gelebt hat, wird in der Forschung nicht ganz ausgeschlossen; sein Leben und seine Taten sind im Gilgamesch-Epos niedergeschrieben wie z.B. der Kampf gegen den Himmelsstier; sum. Sintflutmythos kommt auch im Epos vor.

Granikos: Fluss in Kleinasien; Quelle im Hochland von Troas und mündet ins Schwarze Meer; manchen Forscher zufolge befindet sich der Ort der Schlacht zwischen Alexander dem Großen und den Persern nur 10 km von der Mündung entfernt.

H

Harappa: eines der städtischen Zentren der Induskultur; liegt im Nordosten Pakistans an Lauf des Indus; um 2.600 v. Chr. zur Stadt ausgebaut; ebenso rechtwinkeliges Straßensystem, Wasserleitungen und Gebäude wie Mohenjo Daro; wurde 1921 wieder entdeckt und archäologisch untersucht.

J

Jakobus (der Ältere): einer der 12 Apostel Jesu; gest. 44 n. Chr.; hatte laut Stellen aus dem Neuen Testament Anteil an wichtigen Episoden im Leben Jesu (Berg der Verklärung, Garten Getsemani); Tod durch Enthauptung; Legendenbildung über die Reise seiner Gebeine nach Spanien; berühmtester Wallfahrtsort: Santiago de Compostela; kath. und evang. Gedenktag ist der 25. Juli (Jakobstag); Patron der Spanier, Pilger, Apotheker, Krieger, Hutmacher; Symbole sind Jakobsmuschel sowie Pilgerstab und -hut, aber auch Schwert.

Jesus von Nazareth: jüd. Wanderprediger und der im Christentum als Jesus Christus verehrter Sohn Gottes und Messias; stammte aus dem Haus Davids, wuchs in Nazareth auf; ließ sich von Johannes dem Täufer taufen; einige Schauplätze seiner Wanderungen von großer Bedeutung (See Genezareth, Jerusalem); typische Züge seiner Tätigkeit waren öffentliche Predigten (z.B. Nächstenliebe), Umgang mit Randgruppen, Streitgespräche, Gleichnisse sowie Heilungen; hatte Anhänger, wobei ein Teil davon als engere Vertraute bezeichnet werden können (z.B. Petrus); seine Gegner waren die Pharisäer und Schriftgelehrten; Maßnahmen gegen Jesus durch diese Gruppen in Jerusalem; Gefangennahme und Prozess; Verurteilung durch Statthalter Pontius Pilatus zum Tod durch Kreuzigung.

M

Mesopotamien: Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Zwischenstromland“ (wird fälschlich oft als „Zweistromland“ bezeichnet); Region zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris; zahlreiche Reiche und Kulturen lösten sich in antiker Zeit in diesem Gebiet ab z.B. Sumerer, Babylonier, Assyrer, Perser,…

P

Petra: Hauptstadt des antiken Reichs der Nabatäer; liegt zwischen dem Toten Meer und dem Golf von Aqaba; liegt im Schutz des gewaltigen Felsmassives und war eine Handelsstadt; verlor an Bedeutung als die Perser den Karawanenhandel über Palmyra statt über Petra gehen ließen; berühmt ist vorallem die Fassade sowie die Felsengräber; weist neben nabatäischen Elementen auch hellenistische und römische Baustile auf; Förderung der Stadt durch Kaiser Hadrian nach seinem Besuch 131 n. Chr.

U

Ur: Stadt der Sumerer im heutigen Südirak; ab dem 5. Jt. v. Chr. erste Besiedlung des Gebiets; Hochkultur um 3000 v. Chr.; Lage am Fluss Euphrat war ideal für die Wirtschaft von Ur; berühmt sind die 16 Schachtgräber von Ur; zw. 2047-1939 v. Chr. war Ur das Zentrum des neusumerischen Staates; Niedergang von Ur durch Einfall der Elamier und westsemitischen Stämme; danach nur noch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung (Zentrum des Kultes um den Mondgott Nanna) der Stadt; erste Ausgrabungen durch J.E. Taylor im Jahr 1854.